Gemeinde im Bund Freier evangelischer Gemeinden

 

Geschichte und Selbstverständnis

 

Der Bund Freier evangelischer Gemeinde (BFeG)

ist ein freikirchlicher Gemeindebund.

Die Anfänge der Freien evangelischen Gemeinden gehen auf die Erweckungsbewegung in Frankreich und der Schweiz zurück. Dort entstanden evangelische Gemeinden, die staatsunabhängig sein wollten (1816 Genf, 1832 Lyon). In Kritik an den volkskirchlichen Strukturen und gebunden an das neutestamentliche Leitbild sahen sie im Abendmahl den wesensbestimmenden Kristallisationskern ihres Grundverständnisses von einer christlichen Gemeinde als einer Gemeinschaft von glaubenden und sich zu Christus bekennenden Menschen. Beeinflusst und angeregt durch diese emeindebildungen aufgrund persönlicher Begegnungen entstand 1854 durch den Kaufmann Hermann Heinrich Grafe in Wuppertal die erste Freie evangelische Gemeinde in Deutschland. Auch in anderen Regionen bildeten sich bald weitere Gemeinden, die sich 1874 zum Bund Freier evangelischer Gemeinden zusammenschlossen.

 

Als verbindliche Grundlage für Glauben, Lehre und Leben betrachten die Freien evangelischen Gemeinden im Anschluss an die reformatorische Tradition die Bibel als das geoffenbarte Wort Gottes, dessen Mitte die Botschaft von der freien Gnade Gottes ist. Voraussetzung einer Mitgliedschaft ist das persönlich bezeugte Bekenntnis zu Jesus Christus. Gelehrt und praktiziert wird die Taufe von Glaubenden. Diese ist aber keine Bedingung für die Gemeindeaufnahme. Bei Übertritten aus anderen Kirchen wird die Gewissenshaltung derer respektiert, die ihre Kindertaufe als gültig ansehen.

 

Unabhängig von der Gemeindemitgliedschaft sind alle Glaubenden zum Abendmahl eingeladen. Der Dienst von Pastoren, die die Gemeinden berufen, begründet keine amtliche Sonderstellung. Der Grundsatz des allgemeinen Priestertums der Glaubenden, der leitend ist für die Gestaltung und Ordnung des Gemeindelebens, ist mit einer möglichst breiten und gaben- gemäßen Beteiligung vieler Gemeindeglieder an den verschiedenen Diensten und Aufgaben der Gemeinde verbunden.

 

Zielsetzung des Bundes und seiner Gemeinden ist es, durch Leben und Handeln dem missionarischen und diakonischen S endungsauftrag Christi zu entsprechen. Mit Wort und Tat wollen sie die Liebe Gottes zu allen Menschen bezeugen und zum Glauben einladen und ermutigen.

 

Statistische Angaben, Organisation und Struktur

Zum Bund Freier evangelischer Gemeinden gehören 400 Ortsgemeinden mit insgesamt 31.000 Mitgliedern und 357 Pastoren. Der Gemeindebund versteht sich als eine ,.geistliche Lebens- und Dienstgemeinschaft von selbstständigen Ortsgemeinden". Dabei begründet die Bundesgemeinschaft mit ihren Organen keine übergeordnete Kirchensstruktur mit einem zentralen kirchlichen Leitungs- und Lehramt. Einem kongregationalistischen Grundverständnis entsprechend kommt jeder Ortsgemeinde eine grundlegende geistliche Eigenverantwortung für ihr Handeln zu. Oberstes Beschlussorgan des Gemeindebundes ist der Bundestag, der jährlich zusammenkommt und zu dem alle Gemeinden Vertreter/innen entsenden. Die Finanzierung der Gemeinde- und Bundesarbeit geschieht nicht durch die Einziehung von Kirchensteuern, sondern durch freiwillige Beiträge und Spenden.

 

Zum Bund Freier evangelischer Gemeinden gehören verschiedene Werke, u.a. zwei Diakoniewerke (Elim in Hamburg und Bethanien in Solingen) mit unterschiedlichen sozialen Einrichtungen. Das Theologische Seminar Ewersbach dient der theologischen Ausbildung und Fortbildung der Pastoren.

 

Ökumenische Beziehungen

Die Freien evangelischen Gemeinden verstehen sich als ein Teil des weltweiten Leibes Christi. Zu ihrem Selbstverständnis gehört die Konfessionsübergreifende Gemeinschaft mit allen Glaubenden, der sie sichtbar Ausdruck verleihen möchten. Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist für sie ein verbindender Ausdruck des gemeinsamen christlichen Glaubens.

 

Beziehungen und Kontakte zu anderen Christen und Kirchen werden im Bereich der Evangelischen Allianz, der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen wahrgenommen. In der ACK nimmt der BFeG den Status eines Gastmitgliedes ein. Auf übernationaler Ebene ist der Bund Mitglied im Internationalen Bund Freier evangelischer Gemeinden, zu dem Gemeindebünde aus Europa, Nordamerika und Übersee gehören. Zum ORK werden keine Beziehungen unterhalten.

 

Publikationsorgan

Christsein heute

Anschrift

Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdoR

Bundeshaus

Goltenkamp 4, 58452 Witten

Postfach 4005, 58426 Witten

Tel.: 0 23 02/937 - 40

Fax: 0 23 02/937 - 99

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Internet: www.feg.de

 

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