Gespiegelt

 

Wie finde ich Freunde?

Die FeG Eiserfeld beginnt am 22.1.`17 mit dem Gemeindeprojekt 42 Tage Leben für meine Freunde.

Es ist hilfreich, wenn wir vorab folgende Fragen klären: 

• Wer ist ein Freund? 

• Wie finde ich Freunde?

• Wen suche ich mir als Freund aus?

• Was soll mir eine Freundschaft bringen? 

Die Geschichte von dem Zöllner Zachäus in Lukas 19,1-10 ist dafür wie zugeschnitten. Jesus gibt uns wichtige Denkanstöße: 

Wer ist ein Freund?

Ein Freund sagt mir ohne Scheu die ganze Wahrheit und steht trotz meines Versagens und meiner Armut zu mir. So einer war Jesus für Zachäus. Er sieht ihn nicht mit den Vorbehalten, welche die übrige Bevölkerung Je-richos hat. – Er sieht den verzweifelten und einsamen Zachäus und sucht die Freundschaft mit ihm.   

Wie finde ich Freunde?

Freunde finden wir unterwegs. Nicht geplant, nicht durch andere eingefä-delt, aber durch Gott vorbereitet. Jesus war unterwegs nach Jerusalem und musste durch die Stadt Jericho. Bei seiner Durchreise wendeten sich alle Blicke auf ihn. Auch Zachäus blieb der Rummel um Jesus nicht verborgen und wollte ihn kennenlernen. – Hier begegnen sich „rein zufällig“ zwei Menschen, die etwas voneinander wollen. 

Wen suche ich mir als Freund? 

Man könnte Jesus unterstellen: Er wollte die Freundschaft mit Zachäus, weil er viel Geld hatte. Aber das Geld hat Jesus nicht interessiert. Er war an Zachäus interessiert. Zum ersten Mal spürte Zachäus, dass er bedingungslos angenommen und geliebt ist. Einer, der ihn nicht ausgrenzt, sondern seine Stimme für ihn erhebt und seine Ehre schützt. – Genau das suchte Zachäus und fand es bei Jesus. 

Was soll mir eine Freundschaft bringen? 

Die Freundschaft mit Jesus hat das Leben von Zachäus total umgekrempelt. Eine echte Freundschaft macht das Leben lebenswert. Sie ist ein Wert. Sie macht nicht einsam, sondern reich. Durch die Freundschaft mit Jesus ge-winnt Zachäus das zurück, was er durch viel Geld verloren hat. 

 

Stefan Schmidt

 

Gespiegelt

Aufeinander zugehen

Spontan fallen mir drei Situationen ein, wo es mir schwerfällt, auf jemand zuzugehen.

1. Auf einen Hund. Ich bin nicht mit Tieren groß geworden und habe deshalb großen Respekt, wenn mir ein Hund entgegenkommt.

2. Auf einen Menschen, mit dem ich mich nicht auf Deutsch verständigen kann. Ich lernte in der Schule Russisch ohne Anwendung. Ohne Sprache ist Kommunikation kaum denkbar, was mir das aufeinander zugehen auf Menschen aus anderen Kulturen und Sprachen erschwert.

3. Auf meine Frau. Wenn ich das Gefühl hatte, sie gekränkt und verletzt zu haben, dann fällt es mir immer noch schwer, auf sie zuzugehen.

Es sind sprachliche und emotionale Barrieren, sowie Schuldgefühle, die mich zurückhalten.

Unsere Jahresaufgabe für 2017 miteinander unterwegs - aufeinander zugehen kann zu einer echten Herausforderung und zugleich zu einem Abenteuer werden.

So war das bei dem jüngeren Sohn, der sich von seinem Vater trennte (Lukas 15). Als ihm bewusst wurde, wie verloren er in der Fremde war und was er verloren hatte an Beziehung, Ansehen und Selbstachtung, entschloss er sich umzukehren. Was ihm seine Umkehr bedeutete, ist prägnant in den Worten zusammengefasst: "Ich bin nicht mehr wert...!" Damit war der Weg frei, auf seinen Vater zuzugehen.

Wovon müssen wir umkehren, damit wir aufeinander zugehen können? Welche Barrieren müssen niedergerissen werden?

Der Sohn hat bei seiner Heimkehr Unerwartetes erlebt: Einen Vater, der ihn bedingungslos aufnimmt, für ihn sorgt und für ihn da ist.

Ich wünsche mir, dass das Jahr 2017 in erster Linie ein Jahr der Umkehr wird. Dann wird es bei uns zu Begegnungen kommen, mit denen keiner gerechnet hat.

Pastor Stefan Schmidt       

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31 Mär 2017
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L.+J.Gaumann


31 Mär 2017
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