Gottes Segen wünschen

Das alte Wort Segen hat bei den Christen einen festen Platz. Wir wünschen uns ein gesegnetes neues Jahr und zum Geburtstag Gottes Segen. Auch an wesentlichen Stationen des Lebens wie zur Geburt des Kindes, zum Schulanfang oder zum Beginn der Ehe.

Wissen wir auch, was wir da tun, wenn wir einem anderen Segen wünschen? ...

Ich glaube, mancher würde, wenn er das wüsste, sehr viel vorsichtiger damit umgehen. Denn gesegnet zu sein ist ein schweres Schicksal, auch wenn dem, der von Gott gesegnet ist, ein großer Lohn winkt. Aber kein Segen fällt uns in den Schoß. Von Gott gesegnet zu sein heißt: Gott traut uns viel zu. Jemand, der von Gott gesegnet ist, hat nichts zu lachen, aber viel zu schaffen. Mehr zu schaffen als der, dem Gott seinen Segen versagt. Wer gesegnet ist:

• der zieht aus seiner Heimat ins Ungewisse, wie Abraham

• der dient geduldig 14 Jahre lang für die Frau, die er liebt, wie Jakob

• der lehnt alle unrechten Versuche zum Ziel zu kommen entschieden ab, wie David

Wer von Gott gesegnet ist, dem wird viel zugemutet: Den Riss zwischen der Wirklichkeit und der Segensverheißung auszuhalten, sich dazwischen zu stellen und beide – Lebenswirklichkeit und Segensverheißung – zusammenzuhalten. Nur der, der das tut, erlebt Gottes Segnungen.

Wir brauchen gar nicht in die Zeit des Alten Testamentes zurückzugehen. Wo wir zum Beispiel bei einer goldenen Hochzeit das Gefühl haben: Ja, so wie die beiden, so möchten wir auch alt werden, dort stehen wir vor derselben Eigenart des Segens. Der Segen, der an einem alten Paar sichtbar wird, hat Beide alle Kräfte gekostet. Aber auch das werden sie bestätigen: Es lohnt sich, sich auf Gottes Segen einzulassen. Das Glück, das sie erleben, wiegt jeden Einsatz auf. Nur ein solches Leben kann überhaupt als ein gesegnetes Leben bezeichnet werden, dass im Laufe der Jahre Tiefen und Höhen durchmacht und trotzdem an Gott festhält.

Wenn wir uns zum neuen Jahr Gottes Segen wünschen, dann hat das einen guten Grund: Wir werden viel auszuhalten und viel zu schaffen haben. Und dann werden wir bestimmt nicht von Tiefschlägen verschont bleiben. Aber wir werden diese Zeit als glückliche Zeit erleben.

Stefan Schmidt
Stefan Schmidt
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30 Jun 2018
"Wie die Bibel unsere Kultur erschuf"
FeG Siegerlandkreis


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